Wasserschutzgebiets-Kooperation "HK-Nord"
Gewässerschutzberatung
Die Stadtwerke Soltau GmbH & Co. KG haben im Namen der Kooperation „HK-Nord“ in der Förderperiode 2026 bis 2028 das Beratungsunternehmen AGRAR & UMWELT Ingenieur-Kontor GmbH aus Bad Fallingbostel mit der Gewässerschutzberatung in den Wasserschutzgebieten Delmsen, Schneverdingen, Schüttenbusch und Wietzendorf beauftragt.
Die Kooperation ist Teil des niedersächsischen Kooperationsmodells Trinkwasserschutz, das seit 1992 auf eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Wasserwirtschaft und Landwirtschaft setzt. Beteiligt sind neben den Wasserversorgern auch Landwirte, der NLWKN, die Landwirtschaftskammer, die unteren Wasserschutzbehörden sowie die Gewässerschutzberatung. Gemeinsam werden Maßnahmen entwickelt, um die Qualität des Grundwassers als wichtigste Trinkwasserquelle langfristig zu sichern.
Ein zentraler Bestandteil der Zusammenarbeit ist die fachliche Beratung der landwirtschaftlichen Betriebe. Ziel der Gewässerschutzberatung ist es, Einträge unerwünschter Stoffe (insbesondere Nitrat und Pflanzenschutzmittel) aus landwirtschaftlich genutzten Flächen in das Grundwasser zu minimieren. Dies geschieht durch praxisnahe Beratung, angepasste Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie freiwillige Vereinbarungen zum Grundwasserschutz. Dazu zählen bspw. eine optimierte Düngung, angepasste Fruchtfolgen oder der reduzierte Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel.
Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt partnerschaftlich und freiwillig. Landwirtschaftliche Betriebe erhalten eine kostenlose Beratung sowie – bei entsprechenden Vereinbarungen – finanzielle Ausgleichszahlungen für mögliche wirtschaftliche Nachteile. Durch Erfolgskontrollen, etwa über Hoftorbilanzen oder Nmin-Untersuchungen, wird die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüft.
Das Kooperationsmodell verfolgt einen vorbeugenden Ansatz: Durch frühzeitigen Schutz des Grundwassers kann der Aufwand für eine technische Trinkwasseraufbereitung langfristig reduziert werden. Gleichzeitig trägt die Zusammenarbeit zum Umwelt- und Ressourcenschutz bei und stärkt den Dialog zwischen Landwirtschaft, Wasserversorgung und Behörden auf regionaler Ebene.
Die Gewässerschutzberatung wird mit Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie aus der niedersächsischen Wasserentnahmegebühr gefördert.
EU-Förderhinweis

Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete mit der Maßnahme:
„Gewässerschutzberatung“
Mit dieser Maßnahme werden Beratung, Informationsweitergabe und Modellvorhaben in der Landwirtschaft im Hinblick auf Oberflächengewässer, Grundwasser und Trinkwasserschutz unterstützt.